Das Fort du Scex

Ein  historisches Werk der Festung St-Maurice

Warum eine Festung

St-Maurice ist das Nordportal der Alpentransversale auf der direkten europäischen Durchgangsstrasse zwischen der Franche-Compté und dem Piemont. Dies war auch der Grund, dass dieser Ort militärisch gesehen immer wieder für Festungsbauten interessant war.

Als um das Jahr 1880 die mit Melinit-Sprengstoff gefüllten Geschosse erschienen, erwiesen sich die 1831 vor St-Maurice gebauten Befestigungen als veraltet und mussten ersetzt werden. 1892 beginnt daher auf der rechten Seite der Rhone der Bau der Forts von Savatan und Dailly.

Schnell zeigte sich das Bedürfnis die beiden Werke mit flankierend schiessenden Kanonen zu schützen. Man stellte vorerst Geschütze und Munition auf der in der Felswand von Vérossaz liegenden Terrasse von Ermitage auf und begann dann 1911 mit dem Bau der „Galerie du Scex“, die mit vier 7,5 cm Kanonen bestückt wurde.

Ein altes Fort - laufend modernisiert

Verbesserungen und Vergrösserungen sind anschliessend laufend vorgenommen worden:

- 1915 - 1924

Neuer Eingang und Krankenzimmer, das später als zusätzlicher Schlafraum genutzt wurde

- 1935 - 1936

Vortrieb eines Verbindungsganges zur „Grotte aux Fées“

- 1938 - 1939

Anbau der Batterie "Ermitage" mit vier 7,5 cm Kanonen

- 1940 - 1946

Verbinden der neuen Unterkünfte mit den älteren der Kasemattendurch einen internen Verbindungsgang

- 1948 . 1952

Neues Munitionsmagazin und Sanitätsabteil

- 1984

Desarmierung der Artillerie, Einbau eines grossen Kommandopostens an Stelle des Sanitätsabteils

- 1995

Deklassierung und Aufgabe des Forts

Besatzung

- Vor der Desarmierung der Artillerie:    1 Festungskompanie mit 172 Mann  (6 Of, 28 Uof, 138 Sdt)

- Nach der Desarmierung der Artillerie: 1 Festungskompanie mit   97 Mann  (4 Of, 15 Uof,   78 Sdt)

Besonderheiten

- Der Maschinenraum und die Telefonzentrale dienen auch dem Fort Cindey.

- Die Pumpstation für den Betriebsstoff befindet sich bei der Talstation der Seilbahn, 90 m unterhalb des
  Werkes
.

- Im Fort ist auch eine Abteilungs-Feuerleitstelle untergebracht.

- Ein grosser Kommandoposten und ein Wasserreservoir mit 330'000 Litern Inhalt befinden sich ebenfalls
  im Fort.

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Dernière révision 02.05.2014