Dufourbefestigungen: Beschreibung

 Bauten von 1831 

Rechtes Ufer der Rhone

Die Batterie du Rhône ( 3 ) (abgetragen anlässlich der Erweiterung des Défilés im Jahre 1959), auf einem schmalen Felskopf zwischen Fluss und Strasse nach Bex gelegen, mit 6 Geschützen. von denen 3 in Richtung Bex und 3 über den Fluss auf die Strasse von Monthey gerichtet waren. Flankiert wurde das Werk durch eine Mauer mit Zinnen, das sich an den Steilhang des Hügels von Chiètres anlehnte.

Die Petite Tenaille ( 1, 22 ) mit 2 Geschützen, ein kleines Infanteriewerk auf einer Terrasse über der Batterie du Rhône gelegen.

Die Grande Tenaille ( 4, 4c ), das Haupt-Infanteriewerk, eine Bastion in Gestalt eines unregelmäßigen Hexagons, am Abhang gelegen, um den Brückenkopf gegen feindliche Aktionen aus der Richtung des Hügels von Chiètres zu decken, bestückt mit 2 Geschützen.

Die Redoute de la Crête ( 10 ), ein alleinstehendes Infanteriewerk, das den Hügel von Chiètres beherrschte, eine Anlage in Form einer geschlossenen Redoute, die diagonal von einer Verschanzung durchzogen war, die ihren Verteidigern einen bessern Schutz gewährte. Das Werk war mit 3 Geschützen bestückt.

Eine Holzpalisade, welche auf der Seite von Lavey die Grande Tenaille mit der

Batterie de l'Arziller ( 2 ) verbindet, deren Geschütz die Strasse zwischen dem Ausgang von St-Maurice und der Brücke im Engnis beherrscht. Sie ist verstärkt durch die

Batterie des Capucins ( 11 ), deren 2 Geschütze in der selben Richtung feuerten.

Zwei Gräben und eine Palisade unterbrechen die Strasse von Lavey.

Linkes Ufer der Rhone

Zwei Gräben, die unter dem Feuer der Batterien auf dem rechten Ufer liegen, sperrten am Ausgang aus dem Städtchen St-Maurice die Strasse nach Monthey.

Die Batterie Wielandy ( 13 ) liegt auf einem Felsvorsprung. Ihre 3 Geschütze bestrichen einen breiten Sektor von Lavey bis zur Brücke im Engpass.

Die zwei Batterien des Schlosses ( 6 ), jede mit 2 Geschützen, von denen eine im erhöhten Hof des Schlosses und die andere auf einer vorgeschobenen Bastion stand - nahe am Graben, der die Strasse von Monthey durchschnitt - wirkten längs dieser Strasse.

Der mit Zinnen bewehrte Dufour-Turm ( 14 ) liegt oberhalb des Schlosses. Er hat einem Innendurchmesser von 6 m, eine Wandstärke von 0,75 m, eine Höhe von 4,4 m und zwei Stockwerke mit je 20 Schiessscharten.
Er hatte die Aufgabe, die beiden Brückenköpfe zu flankieren und sie vor feindlichen Aktionen zu schützen, die vom Plateau von Vérossaz ausgehen konnten.

Die Redoute von Vérossaz ( 12 ), eine Infanteriestellung in Gestalt eines unregelmässigen Hexagons, verstärkt mit 2 Geschützen.
Diese völlig isoliert angelegte Redoute weist eine besondere Schwäche auf: Von verschiedenen Positionen aus hat man einen direkten Einblick ins Innere der Schanze.

 Bauten von 1848 

Rechtes Ufer der Rhone

Die Batterie du Rhône ( 3 ) wurde verstärkt und verbessert (erhöhte Mauern, gefestigte Schiessscharten, vergrösserte Plattformen), so dass gleichzeitig 3 Geschütze in Richtung der Strasse von Monthey und 3 Geschütze in Richtung der Strasse von Bex wirken konnten.

Linkes Ufer der Rhone

Der mit Zinnen versehene Dufour-Turm ( 14 ) oberhalb des Schlosses erhielt eine dritte Etage mit 
Schiessscharten, ein Dach und eine Treppe im Innern.

Ausserdem wurden zwei neue Batterien eingerichtet:

Die Batterie Saint-Martin ( 16 ) mit 2 Geschützen, auf dem Hügel gleichen Namens 700 m nördlich des Engpasses, bemerkenswert durch die Weite ihres Schussfeldes.

Die Batterie du Clocher ( 15 ), mit 3 Geschützen - auf der selben Terrasse wie die Batterie Wielandy, oberhalb der Felswand die den Turm der Abtei überragt - die entweder entlag der Strasse von Martigny oder ins Tal von Lavey-Village auf die Axe von Châtel schossen.

 Bauten von 1859 

Rechtes Ufer der Rhone

Die Grande Tenaille ( 4, 4c ), das Infanteriewerk am rechten Ufer der Rhone, das am Hang des Hügels von Chiètres liegt, wurde mit Mauer und Graben ( 24 ) verstärkt, die gegen die Höhe des Hügels gerichtet waren und 150 m von der Redoute de la Crête entfernt lagen.

Die Petite Tenaille ( 1, 22 ), das kleine Infanteriewerk, das die Strasse von Bex beherrscht, wurde nach Norden durch die Batteriestellung Gautier (23) mit 8 Geschützen erweitert.

Zufahrtstrassen zu den Batterien wurden endlich für sämtliche Stellungen gebaut.

Linkes Ufer der Rhone

Der Durchbruch des Eisenbahntunnels unter dem Schloss im Jahre 1857 führte zur Demontage einer der zwei Batterien des Schlosses ( 6 ). Sie wurde nicht ersetzt, aber dafür die Zerstörung des Tunnels mit einer eingebauten Mine vorbereitet.

 Bauten bis 1892 

Rechtes Ufer der Rhone

Es wurden noch die zwei Batterien Grande Tenaille ( 4b, 4d ) mit 3 und 2 Geschützen eingebaut.

Quelle: ZEISSIG: Les Fortifications de Saint-Maurice, pourquoi ?

                          Association Saint-Maurice d'Etudes Militaires 1977

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Dernière révision 30.04.2014